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Auch Bei Schäden - Motiviert Mit Dem Quitt. Service

Hausratversicherung: Warum Sie sich gegen Schäden am Hausrat durch Ihre Haushaltshilfe schützen sollten.

  • Überarbeitet:
  • Liam Pichler

Eine Sekunde der Unachtsamkeit und schon hat der Hund der Nanny einen Urinfleck auf dem neuen Teppich hinterlassen. Wer kommt für den Schaden auf? Wir zeigen anhand von 5 Praxisfällen, warum es sich als Arbeitgeber lohnt, seinen beweglichen Hausrat vor Schäden durch die eigene Haushaltshilfe zu schützen und eine Hausratversicherung abzuschliessen.

Die eigenen vier Wände sind ein fragiler Ort, ohne Zweifel. Und alles Fragile ist zerbrechlich. Egal wie vorsichtig eine Haushaltshilfe mit dem Hausrat umgeht, die Gefahr, dass doch etwas zu Bruch geht, ist allgegenwärtig. Das bestätigen auch die folgenden 4 Praxisfälle, die sich allesamt exakt so bei unseren Kunden ereignet haben.

Fall 1: Der Hund und die Nanny

Wer jetzt meint, wir hätten uns hier bei einer frei erfundenen Geschichte eines Drehbuchautors für seine neue Komödie bedient, der liegt falsch. Letzten September erschien die Nanny eines Kunden pünktlich um 9 Uhr in der Wohnung, um bis Abends auf die Kinder aufzupassen. Mit dabei hatte die Nanny ihren Hund, der den Tag über in der Wohnung bleiben sollte. Genau das tat der gute Malteser auch. Allerdings nicht, ohne im Elternschlafzimmer auf dem neuen Teppich einen Urinfleck zu hinterlassen. Aller Anstrengungen zum Trotz, liess sich der Fleck und der Gestank nicht entfernen. Der neue Teppich aus Schafwolle war hinüber.

 

Fall 2: Der Staubsauger und die Putzfrau

Staubsauger fallen gerne mal um. Meistens landen sie dann weich auf dem Teppich oder sachte auf dem Fussboden. Nicht so in diesem Fall. Beim Reinigen der Küche rutschte der Staubsauger der Putzfrau aus der Hand und knallte mit voller Wucht gegen die Küchenfront. Die Küchenfront war genau wie die gesamte Wohnung erst vor wenigen Monaten fertiggestellt worden. Da fallen tiefe Kratzer natürlich erst recht auf.

Fall 3: Die Bluse und die Haushaltshilfe

Nicht ganz so kurios wie die ersten drei Fälle, dafür aber ein Klassiker. Die neue, teure Bluse muss erst mal richtig gebügelt werden. Blöd nur, wenn die Bluse bereits vor dem ersten Tragen wieder reif für den Müll ist. War es eine kurze Unachtsamkeit, ein dringender Anruf oder zu viel Kopfkino? Fakt ist, das Bügeleisen blieb etwas zu lange auf der Bluse. Ein Brandloch die Folge. Die Mülltonne die neue Heimat der Bluse.

 

Fall 4: Der Schlüssel

Beinahe jeder hat das Kunststück zu Stande gebracht, die Hausschlüssel zu verlieren. So auch die Haushaltshilfe dieser Kunden. Natürlich geht Sicherheit vor, und so mussten darauf hin alle Schlösser ausgetauscht werden. Grosser zeitlicher und finanzieller Aufwand für diese kleinen Schlüsselchen. Aber notwendig.

 

Hausratversicherung: Absicherung für Arbeitgeber, Putzfrau, Nanny, Babysitter und Haushaltshilfe

Alle oben geschilderten Fälle haben zwei Dinge gemeinsam:

  1. Es handelt sich um Schadensfälle, die von einem Angestellten, egal ob Putzfrau, Haushaltshilfe, Nanny oder Babysitter, am beweglichen Hausrat
    verursacht wurden.
  2. Alle Arbeitgeber haben eine Hausratkasko abgeschlossen, die den Hausrat gegen Schäden durch die Angestellten schützt.

In der Regel sind Schäden, die im Rahmen einer Arbeitstätigkeit entstehen, von der Privat-Haftpflichtversicherung des Arbeitnehmers ausgeschlossen. Die Hausratversicherung schliesst diese Lücke. Sie deckt Schäden am beweglichen Hausrat des Arbeitgebers, die durch das angestellte Personal verursacht werden. Pro Schadensereignis werden die Kosten für Reparatur oder Wiederbeschaffung bis maximal CHF 3’000, höchstens jedoch der Neuwert, ersetzt. Der Selbstbehalt pro Schadensereignis liegt bei CHF 50. Jedoch sind Diebstähle nicht gedeckt.

Konsequenzen einer fehlenden Hausratversicherung

Doch was geschieht, wenn keine Hausratversicherung aufseiten des Arbeitgebers vorhanden ist? Gemäss Artikel 321e Abs. 1 OR gilt generell, dass der Arbeitnehmer für den Schaden verantwortlich ist, den er absichtlich oder fahrlässig dem Arbeitgeber zufügt. Angestellte müssen also nur für den Schaden aufkommen, wenn sie absichtlich oder grob fahrlässig gehandelt haben. Für das grob fahrlässige Handeln sind laut Abschnitt 2 weitere Punkte ergänzend zu beachten. Und zwar spielt es eine zentrale Rolle wie qualifiziert und erfahren der einzelne Arbeitnehmer ist, auf wie hoch sich der Lohn und das Schadenrisiko im ausgeübten Beruf beläuft und ob der Arbeitnehmer vom Arbeitgeber richtig instruiert wurde. Natürlich werden einzelne Schadensfälle stets nach ihren konkreten Umständen bewertet. Als Faustregel gilt jedoch, dass Angestellten mit tiefen Löhnen nicht oder nur in sehr geringem Masse zumutbar ist, das Betriebsrisiko mitzutragen.

Fazit: Wer sicherstellen möchte, dass auch Schadensfälle in den eigenen vier Wänden gedeckt sind, findet in der Hausratkasko eine komfortable Lösung. Zudem schützt der Arbeitgeber mit einem Abschluss der Versicherung nicht nur seinen Hausrat, sondern auch die eigenen Angestellten vor hohen Kosten.

Die Hausratkasko und andere quitt.Services finden Sie hier im Überblick.

Haben Sie Fragen zur Hausratkasko oder ist Ihnen etwas Ähnliches zu Hause passiert? Schreiben Sie uns einfach ein Kommentar in das unterstehende Kommentarfeld.

 

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